Lexikon der Wahrheit

Liebe TWNR-Friends! Tennis-Lexika gibt es wie Sand am Meer. Wir brauchen Euch Freaks aber nicht mehr zu erklären, was man unter »Aufschlag oder »Einstand versteht. Wir servieren Euch lieber nackte Tatsachen von A bis Z. Wie immer sprechen wir der Tennisgemeinde, gewürzt mit einer Prise Satire, aus der Seele. Wir sprechen aus, was andere mitunter zwar ebenfalls wissen, sich aber nicht zu sagen trauen. Wir werden diese Enzyklopädie natürlich kontinuierlich erweitern. Freut Euch drauf! PS: Die neuesten Einträge sind zur besseren Orientierung grün markiert. ;-)


Ba|sis die; auch Grundlage oder Fundament. Die »Basis im deutschen Tennis bilden ohne jeden Zweifel die engagierten Mitglieder und Vereine sowie die vielen fleißigen »Turnierveranstalter. Bei Mitgliedern und Vereinen ist der Trend mangels innovativer Konzepte seit vielen Jahren kontinuierlich bisweilen stark rückläufig. Tendenz weiter fallend. Seit neuestem werden seitens des »Deutschen Tennis Bundes auch die »Turnierteilnehmer und »Turnierveranstalter durch Zwangsabgaben verärgert und demotiviert.


Deut|scher Ten|nis Bund der; kurz: »DTB. Durch seine abenteuerlichen Pläne rund um die »Turnierspielerteilnehmergebühren und »Turniergebühren sowie den »Online-Campus endgültig vom Dienstleister zum Finanzamt mutierender größter Tennisverband der Welt. Gegründet im Jahr 1902. Angeführt wird der »DTB aktuell von Ulrich Klaus (pensionierter Schullehrer, Baujahr `50).


DTB der; siehe auch »Deutscher Tennis Bund.


Li|zenz|be|dro|hung die; siehe auch »Online-Campus.


Mar|ke|ting das; nicht existenter Unternehmensbereich im »Deutschen Tennis Bund, um seine Dienstleistungen und Produkte sowie den klangvollen Status als größter Tennisverband der Welt zu vermarkten. Mangels Großsponsoren bedient man sich nun zunächst einmal bei den Mitgliedern und »Turnierveranstaltern, die mehr als kräftig zur Kasse gebeten werden. Weitere Geldquellen werden zurzeit erschlossen. Auch die Trainerlizenzen stehen im Visier des DTB-Schatzmeisters. Siehe auch »Online-Campus.


On|line-Cam|pus der; neueste Erfindung des »Deutschen Tennis Bundes, um rechtlich mehr als fragwürdige Zwangsgelder bei allen »DTB-Übungsleitern und »DTB-Lizenz-Trainern zu generieren. Gemeinhin beherbergt ein Campus einen universitären Gebäudekomplex, der seit dem 18. Jahrhundert traditionell von einer Parklandschaft umgeben sein sollte. Da der »DTB-Online-Campus rein virtuell ist, gibt es für die Zahlungspflichtigen natürlich auch keine erholungsgewinnenden Liegewiesen. Im Gegenteil: sie können nur verlieren. Nämlich ihre Lizenz – so sie sich nicht diesem »DTBOnline-Campus-Diktat unterwerfen.


Rang|lis|te die; zwei Mal jährlich veröffentlicht der »Deutsche Tennis Bund die aktuellen Rankings aller Altersklassen. Trotz immer wiederkehrender Verprechungen und der Generierung von massenhaft Kohle (»Turnierspielerteilnehmerentgelt, »Turniergebühren, »Online-Campus) schafft es der größte Tennisverband der Welt nicht, die aktuellen Rankings – so wie es die internationalen Verbände tun – wöchentlich oder zumindest monatlich zum Abruf bereitzustellen.


SE|PA die; Abkürzung für englisch: Single Euro Payments Area, deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Ziel ist die Vereinheitlichung von bargeldlosen Zahlungen. Der »Deutsche Tennis Bund macht von diesem Lastschriftverfahren künftig Gebrauch, um seine »Turnierveranstalter auf dem kürzesten aller Dienstwege abzuzocken. Verweigert der »Turnierveranstalter dem »Deutschen Tennis Bund den Zugriff auf sein Konto, gibt es kein Turnier. So einfach geht das.


Start|geld das; bewährte, notwendige und allseits akzeptierte Teilnehmergebühr für jeden Turnieraktiven. Das Startgeld wird in der Regel direkt an den »Turnierveranstalter gezahlt. Letzterer benötigt diese Gelder schlussendlich zwingend für seinen ohnehin knappen Etat, um das Event mit größter Leidenschaft und zur Zufriedenheit aller »Turnierteilnehmer angemessen zu organisieren. Nicht zu verwechseln mit »Turnierspielerteilnehmerentgelt.


Ten|nis|re|dak|ti|on die; Vorläufer des heutigen »TWEENER (auch: »TWNR). Established 1990. Schon damals absolut autark. Immer nah dran am Geschehen. Hatte schon zu Urzeiten ein Standing wie der heutige »TWEENER: oft kopiert, niemals erreicht.


Tur|nier|ball der; Gelddruckmaschine von ‚Ideengeber‘ Dirk Hordorff, Ballhersteller Wilson und Logistikpartner Tennis-Point zu Lasten sämtlicher Aktiven. Drei Landesverbände haben ihren Mitgliedern und Vereinen diesen für den Endverbraucher zwar preiswerteren (oder besser: billigeren, weil qualitativ sehr zweifelhaften) Ball per Order di Mufti aufgedrückt, weitere Verbände werden diesem Negativtrend sicher sehr bald folgen.


Tur|nier|ge|bühr| die; Zwangsabgabe an den »Deutschen Tennis Bund für alle »Turnierveranstalter, die sich ihren Turnieretat mühsam und nicht selten über das ganze Jahr durch meist lokales Klinkenputzen sowie durch »Startgelder erarbeiten.


Teil|neh|mer|ent|gelt das; siehe »Turnierspielerteilnehmerentgelt.


Tur|nier|spie|ler|teil|neh|mer|ent|gelt das; völlig sinnfreies Zwangsgeld, weil im höchsten Maße kontraproduktiv. Wird seitens des »Deutschen Tennis Bundes erhoben. Jugendliche und erwachsene Aktive werden künftig gehörig zur Kasse gebeten, wenn sie Turniere spielen möchten. Nicht zu verwechseln mit »Startgeld.


Tur|nier|spie|ler|teil|neh|mer|ent|gelt|vor|aus|zah|lung die; zu erwartende Phase II des DTB-Kohlegenerators. Turnieraktive und »Turnierveranstalter werden dann wohl künftig anhand der gespielten Turniere des abgelaufenen Jahres für das bevorstehende Jahr geschätzt. Die Vorauszahlung würde dann selbstverständlich per »SEPA-Mandat gleich am Neujahrstag abgebucht.


Tur|nier|ver|an|stal|ter der; meist ehreamtlich tätige und bewundernswerte Enthusiasten, die das Tennisrad mit ihrem organisatorischen Einsatz kräftig drehen und durch saftige Pflichtabgaben an den »Deutschen Tennis Bund (siehe auch: »Turniergebühr) vergrault werden.


Twee|ner der; auch: »TWNR. Nachweislich einziges Tennismedium im deutschsprachigen Raum, welches wirklich Tacheles redet und Dinge autark unverblümt anspricht. Gelebter Slogan des Mediums: HardcoreTennis. Als »Tweener bezeichnet man auch den wohl spektakulärsten Zauberschlag im Tennis. Hierbei wird der Ball durch die Beine zurück zum Gegner gespielt. Der »Tweener wird meist nach dem Erlaufen eines gegnerischen Lobs von vorn durch die Beine spielend zum Einsatz gebracht, er kann von jeder Platzposition heraus aber auch frontal zum Netz stehend von hinten durch die Beine gespielt werden.


TWNR der; siehe auch »Tweener.


Ver|an|stal|ter der; siehe auch »Turnierveranstalter.


Beitragsbild: Oltersdorff-Kalettka@Fotolia.com

Über Christoph Kellermann 413 Artikel
Christoph Kellermann kennt den Tennissport aus dem Eff-Eff. Seit 1980 ist er am Ball. Zunächst als Spieler, dann als Coach. Seit vielen Jahren ist er als Mitglied des Verbandes Deutscher Sportjournalisten redaktionell aktiv. 1990 gründete er den heutigen »TWNR«, ehemals »Tennisredaktion.de«...